Rückstände und Unregelmäßigkeiten
Schweißspritzer, Schlacke, Grate oder Kanten können die spätere Beschichtbarkeit beeinflussen und werden vor der weiteren Bearbeitung bewertet.
Fachliche Orientierung für die lokale Oberflächenvorbereitung, den passenden Anschluss an bestehende Beschichtungssysteme sowie die projektbezogene Prüfung.
Nach Montage- und Schweißarbeiten können örtlich Bereiche entstehen, die für einen dauerhaften Korrosionsschutz erneut vorbereitet werden müssen. Besonders an Schweißnähten und angrenzenden Zonen treffen bearbeiteter Stahl, vorhandene Beschichtung und neue Beschichtungsstoffe aufeinander.
Wichtig ist deshalb ein nachvollziehbarer Ablauf: den Ausgangszustand beurteilen, die Oberfläche passend vorbereiten, den Beschichtungsaufbau an das bestehende System anschließen und die vereinbarten Prüfschritte dokumentieren.
Schweißspritzer, Schlacke, Grate oder Kanten können die spätere Beschichtbarkeit beeinflussen und werden vor der weiteren Bearbeitung bewertet.
Durch Montage, Heißarbeiten und Transport können lokale Bereiche entstehen, an denen vorhandene Beschichtungen nachgearbeitet werden müssen.
Der Übergang zwischen vorhandener und neuer Beschichtung braucht einen zum System passenden Aufbau, damit keine ungeklärten Randzonen entstehen.


Vorbereitung, Strahlen und Beschichten sind unterschiedliche Arbeitsschritte. Sie werden in der richtigen Reihenfolge geplant, damit der Untergrund zum vorgesehenen Beschichtungssystem passt.
Bauteil, vorhandener Beschichtungsaufbau, Zugänglichkeit und sichtbare Besonderheiten werden projektbezogen eingeordnet.
Störende Rückstände und ungeeignete Oberflächenmerkmale werden bearbeitet. Strahlen reinigt und erzeugt ein Oberflächenprofil – die Anforderungen stammen aus der Spezifikation und dem Beschichtungssystem.
Grundierung, Zwischen- und Deckschichten werden auf den vorhandenen Aufbau, den Untergrund und die vorgesehenen Übergangsbereiche abgestimmt.
Oberflächenzustand, Klimabedingungen und Beschichtungsergebnis können nach dem vereinbarten Prüfplan kontrolliert und nachvollziehbar festgehalten werden.
Die aktuelle Norm behandelt die visuelle Beurteilung von Schweißnähten, Kanten und anderen Flächen mit Oberflächenunregelmäßigkeiten. Sie definiert drei Vorbereitungsgrade. Die passende Anforderung ergibt sich jedoch aus dem jeweiligen Projekt, dem Beschichtungssystem und der Spezifikation.
Normausgabe bei DIN Media ansehenEine Nachkonservierung ist kein isolierter Arbeitsschritt. Untergrundzustand, Beschichtungsaufbau, Übergangsbereiche und Ausführungsbedingungen müssen zusammenpassen. Welche Kontrollen erforderlich sind, wird im Prüfplan und in den Projektunterlagen festgelegt.
Reinheit, sichtbare Unregelmäßigkeiten und – soweit vorgesehen – Oberflächenprofil werden vor dem Beschichten beurteilt.
Luft- und Stahltemperatur, relative Luftfeuchte und Taupunkt werden dann betrachtet, wenn sie für System und Prüfplan relevant sind.
Prüfstellen, Messwerte, Feststellungen und Nacharbeiten können strukturiert dokumentiert werden.
Schweißen und Montage können vorhandene Schutzschichten lokal beeinträchtigen. Eine geeignete Nachbearbeitung schützt die bearbeiteten Bereiche und schafft einen geordneten Anschluss an das vorhandene Korrosionsschutzsystem.
Das richtet sich nach Untergrund, sichtbarem Zustand, Beschichtungssystem und Projektspezifikation. Typische Schritte sind das Entfernen störender Rückstände, die Bearbeitung sichtbarer Unregelmäßigkeiten, Reinigen und – wenn vorgesehen – Strahlen.
Die Norm unterstützt die visuelle Beurteilung von Schweißnähten, Kanten und anderen Oberflächenunregelmäßigkeiten. Sie beschreibt drei Vorbereitungsgrade; welche Stufe im Projekt gilt, wird nicht pauschal, sondern anhand der Vorgaben festgelegt.
Je nach Prüfplan können Oberflächenzustand, Umgebungsbedingungen, Schichtdicke und dokumentierte Nacharbeiten überprüft werden. Die Auswahl der Prüfungen orientiert sich am vorgesehenen System und am Projektumfang.
Hilfreich sind Bauteil und Standort, Fotos der Bereiche, vorhandene System- oder Projektdaten, Zugänglichkeit, Terminfenster sowie Angaben zu bereits abgeschlossenen oder geplanten Heißarbeiten.
Senden Sie Bauteilangaben, Fotos, vorhandene Systemdaten sowie Informationen zu Zugang und Termin. So lässt sich der Projektumfang zielgerichtet einordnen.
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